Recycling

Die
Hintergründe

c7-consult e.U. ist eine unabhängige Unternehmensberatung für Ökobilanzierung, Klima & Nachhaltigkeit. Der Firmengründer und Studienautor Roland Fehringer beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit diesen Themenbereichen und hat die Umweltauswirkungen von mehr als 100 Produkten und Dienstleistungen bilanziert. Er verpflichtet sich der wissenschaftlichen Objektivität und Sorgfalt.

Diese Studie soll zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen. Der Verpackungsspezialist ALPLA hat sie in Auftrag gegeben, weil das Familienunternehmen die Umwelt für zukünftige Generationen schützen möchte.  Es ist nicht im Interesse von ALPLA – geschweige denn in dem Interesse des Studienautors oder des Prüfers – durch verzerrte Ergebnisse Kunststoff einen Vorteil zu verschaffen. Im Download erklärt der Autor genau wie die Daten ermittelt wurden und welche Einschränkungen vorliegen.

Glasverpackungen

Glasflaschen sind als Einweg- oder Mehrwegvarianten verfügbar. Sie werden oft für Getränke und Nahrungsmittel verwendet.

Mehrschichtverpackungen

Viele Verpackungstypen sind aus mehreren Schichten aufgebaut, um die Lebensmittel optimal zu schützen. So ist kaum eine Alu- oder Weißblechdose ohne Kunststoff-Lackschicht zu finden. Und auch der Getränkeverbundkarton beinhaltet mehrere Schichten aus Kunststoff und zum großen Teil aus Aluminium. Das stellt den Recyclingprozess vor Herausforderungen: Die Trennung der verbundenen Schichten ist schwierig. Zum Teil wird der Verlust mancher Werkstoffe wie z.B. dem Plastik, das bei der Aluschmelze verbrennt, in Kauf genommen.

Kunststoffverpackungen

Für die Verpackung von Getränken, Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Bedarfs werden Flaschen aus verschiedenen Kunststoffarten verwendet. Die Kunststoffarten unterscheiden sich grundlegend in ihrer chemischen Zusammensetzung und haben daher auch verschiedene Eigenschaften.
Die Unterscheidung ist gar nicht so einfach. Oft kann man die Art des Kunststoffs nur durch einen speziellen Recycling-Code am Boden identifizieren. In den meisten Fällen ist er gut leserlich in den Boden der Verpackung eingeprägt. So kann die Kunststoffart abgelesen werden:

KunststoffartenPET ist meistens durchsichtig. Es eignet sich hervorragend für die Verpackung von Getränken wie Wasser und kohlensäurehaltigen Limonaden. Da PET gut recycelt werden kann, wird es immer häufiger auch für Kosmetikprodukte und Reinigungsmittel verwendet. 

PP ist oft auch transparent, wird jedoch nie für Kohlensäure-haltige Getränke verwendet. Meist werden Produkte ohne Innendruck in PP-Verpackungen angeboten, die heiß abgefüllt werden müssen – wie Saucen und Nahrungsmittel. Verpackungen mit Griffen sind oft aus PP.

HDPE (auch PE-HD genannt) ist nie ganz transparent und hat eine wachsartige Oberfläche. Es schützt meist lichtempfindliche Produkte wie Milch vor Außeneinflüssen und kann scharfe, ätzende Reinigungsmittel problemlos halten.

Eine Sonderform von Kunststoff-Verpackungen sind Beutel – besonders leichte, nicht formfeste Verpackungen, die sich sehr gut für Nachfüllpackungen von Handseifen eignen. Sie sind meist mehrschichtig aufgebaut, eignen sich daher schlecht für das Recycling und sind mit der Recycling-Code Nummer 7 versehen.   

rPET und rHDPE

Das kleine „r“ signalisiert die Verwendung von Recyclat – also recyceltem Kunststoff. Beispielsweise wird eine Wasserflasche aus 50% rPET mit einem Kunststoffgemisch hergestellt, das zur Hälfte aus recyceltem PET und zur anderen Hälfte aus Neuware besteht.

 

Einwegverpackungen sind, wie der Name schon sagt, für den einmaligen Gebrauch vorgesehen. Entsorgt werden sie generell über das entsprechende Abfallsammelsystem. In manchen Ländern werden die einzelnen Fraktionen sortiert und wiederverwertet, in anderen leider noch nicht.

Mehrwegverpackungen werden nach dem Gebrauch über ein Pfandsystem gesammelt, zurück zum Abfüller transportiert, dort gewaschen und wieder mit neuem Inhalt gefüllt. Ein Pfandsystem dient als finanzieller Anreiz für den Konsumenten die Verpackungen zurück zu bringen.

Eine Mischform ist das Einwegpfandsystem. Dabei werden die Flaschen über das Pfandsystem gesammelt, aber nicht gewaschen und wiederverwendet, sondern recycelt. Der Vorteil dieses Systems liegt in der sortenreinen Sammlung.

Glossar

Studie zu Verpackungen in Österreich

Die komplette Studie ist hier zum kostenlosen Download verfügbar

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