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Umweltauswirkungen von Verpackungen: Limo in Österreich

Diese Darstellung visualisiert die Ergebnisse einer Ökobilanz, die die Umweltauswirkungen verschiedener Verpackungsarten in Österreich ermittelt hat. Die Anzahl der jeweiligen Icons steht für die Intensität der Umweltauswirkungen auf den jeweiligen Bereich (1= gering, 5= hoch). Die Originaldokumentation zur Studie ist am Ende dieser Seite als Download verfügbar.

 
Einfluss auf den Klimawandel

Einfluss auf den Klimawandel

Jeder Schritt im Lebenszyklus einer Verpackung führt zur Freisetzung von Treibhausgasen wie CO2, Methan und FCKWs. Die Gase wirken sich unterschiedlich stark auf den Klimawandel aus. Um einen Vergleich zu ermöglichen, wird die Wirkung der anfallenden Gase in CO2-Äquivalente umgerechnet.

Versauerung der Böden

Versauerung der Böden

Im Lebenszyklus von Produkten können Emissionen entstehen, die direkt oder in weiterer Folge Säuren bilden. Diese Säuren schaden Gewässern und Böden. Das Versauerungspotenzial wird in SO2-Äquivalenten angegeben.

Sommersmo

Sommersmog

Sommersmog ist ein Schadstoffgemisch, das sich vor allem in Bodennähe von Städten bildet. Sommersmog entsteht, wenn starke Sonneneinstrahlung auf Stickstoffoxide und flüchtige organische Kohlenwasserstoffe trifft. Diese werden bei Verbrennungsprozessen von Verkehr und Industrie freigesetzt.

Wasserverbrauch

Wasserverbrauch

Der Wasserverbrauch gibt an, wie viel Wasser im Lebenszyklus eines Produkts benötigt wird. Dabei wird die Bewässerung von Pflanzen genauso berücksichtigt wie das Wasser zur Reinigung von Mehrweggebinden.

rPET 50 %
Einweg

rPET 100 %
Einweg

Glas
Einweg

Glas
Mehrweg

Aludose

Quelle: Fehringer, Roland: Ökobilanz für Gebinde aus PET und anderen Materialien, April 2019

Fazit

Limo

Beim Kauf von Limonaden haben Kunden die Wahl zwischen unterschiedlichen Verpackungsgrößen und -materialien. Wie kommt man dabei zur richtigen Entscheidung? Mit dem Wissen, wie sich eine bestimmte Verpackungsart auf die Umwelt auswirkt, kann man zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen beitragen und auch Umweltbelastungen vermeiden. Bei der Ökobilanz von Verpackungslösungen für Limonaden schneidet Einweg-Glas erneut am schlechtesten ab. Die Gründe hierfür sind die gleichen wie bei Mineralwasser.

 

Kohlensäurehaltige Getränke werden gerne in Aluminiumdosen verpackt, da diese Gase weit über das Haltbarkeitsdatum hinaus halten (auch wenn das wenig sinnvoll ist). Deshalb sind Getränkedosen aus Aluminium leider weit verbreitet. „Leider“, weil nur die Einweg-Glasflasche ökologisch noch schlechter als die Aluminiumdose abschneidet. Beim Einfluss auf den Sommersmog liegen Einweg-Glasflaschen und die Aluminium-Dose gleichauf. Beide wirken sich fünfmal so stark auf den Sommersmog aus wie rPET-Flaschen.

Für die Herstellung von Aluminium werden jährlich hunderte Tonnen Bauxit abgebaut. Dafür werden Wälder gerodet und es entsteht gefährlicher Rotschlamm. Auch das Recycling von Aluminiumdosen ist problematisch. Es handelt sich um mehrschichtiges Material, dessen Schichten nur mit hohem Aufwand wieder getrennt werden können. Die einfachste und leider weit verbreitete Lösung: Alles verbrennen, was nicht Aluminium ist. Gebrauchte Dosen werden dabei so sehr erhitzt, dass innere und äußere Beschichtung verbrennen. Zwar kann das Aluminium so wiederverwertet werden, alle anderen Rohstoffe werden aber vollkommen vernichtet. Diese Umweltbelastungen nehmen wir in Kauf, obwohl es umweltschonende Alternativen gibt?

Denn der klare Gewinner dieser Ökobilanz ist die PET-Flasche. Auch hier gilt: je höher der Recyclinganteil einer Flasche, desto besser für die Umwelt – glücklicherweise ist das in Österreich bereits Standard. Die gesamte Studie steht zum kostenlosen Download bereit.

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Studie zu Verpackungen in Österreich

Die komplette Studie ist hier zum kostenlosen Download verfügbar

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